Statement zur Kritik des Philologenverbandes an Abordnungen von Lehrkräften

 
Foto: Lars Kelich
 

„Abordnungen von Lehrkräften sind ein Instrument, um kurzfristig die Unterrichtsversorgung vor allem an Grundschulen sicher zu stellen. Der Mangel an Lehrkräften ist in allen Bundesländern groß. Das verschweigen CDU, FDP und Philologen gerne. Allein im Nachbarland Nordrhein-Westfalen findet die FDP-Schulministerin für 2.100 freie Stellen keine Lehrerinnen und Lehrer.

 

Da Abordnungen auch zur Zeit der CDU/FDP-Regierung in Niedersachsen üblich waren, ist die Kritik des Philologenverbands unredlich. Die CDU hat während ihrer Regierungszeit Studienplätze für Grundschul-Lehrkräfte gestrichen, der frühere Kultusminister Althusmann wird sich sicher erinnern. Die SPD geführte Landesregierung hingegen hat in dem Bereich seit 2013 wieder aufgebaut.

Schon im nächsten Jahr werden wieder mehr Absolventen für das Grundschul-Lehramt zur Verfügung stehen. Entscheidend für die aktuelle Situation ist auch, dass durch die Flüchtlingsbewegung 37.000 Schülerinnen und Schüler mehr als prognostiziert unterrichtet werden müssen. Unsere Kultusministerin Frauke Heiligenstadt handelt lösungsorientiert und mit Augenmaß.

Die Unterrichtsversorgung wird deshalb schon in Kürze wieder zufriedenstellender sein. Den Lehrkräften, die im Rahmen von Abordnungen an anderen Schulen unterstützen, sage ich an dieser Stelle ausdrücklich meinen Dank für ihr Engagement.“