Politze: Niedersachsen mit großen Fortschritten bei der Inklusion an Schulen

 
 

Die SPD-Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hat am Mittwoch die neuesten Zahlen zur Inklusion an den niedersächsischen Schulen vorgestellt.

 

„Die Inklusionsquote von 61,4 Prozent zum Stichtag 18.08.2016 zeigt, dass an den niedersächsischen Schulen erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in den allgemeinen Unterricht zu integrieren“, so der kultuspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Politze.

„Besonderer Dank gebührt dabei vor allem den Lehrerinnen und Lehrern in Niedersachsen, die jeden Tag zur Bewältigung dieser großen Herausforderung beitragen.“

Seit der Einführung der inklusiven Schule zum Schuljahr 2013/14 hat sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf an den allgemeinen öffentlichen Schulen um 16,5 Prozent erhöht.

„Das zeigt, dass auch viele Eltern vom Konzept der inklusiven Schule überzeugt sind“, so Stefan Politze. Der SPD-Politiker sieht dennoch Handlungsbedarf für die Zukunft: „Die vielen Gespräche, die wir mit Eltern, Lehrinnen und Lehrern sowie Expertinnen und Experten führen, machen uns ganz klar deutlich, dass wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen dürfen. Eine der Herausforderungen wird sein, in Zukunft noch mehr auf den Einsatz von multiprofessionellen Teams an der inklusiven Schule zu setzen, um die Lehrerinnen und Lehrer möglichst flächendeckend mit pädagogischem Personal zu unterstützen.“

Für 650 zusätzliche Lehrerstellen sowie Stellen für pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Kultusetat bis 2021 rund 231 Millionen Euro vorgesehen. Außerdem wurde der Ansatz für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen ab 2014 erhöht.

„Diese Maßnahmen der Landesregierung gehen definitiv in die richtige Richtung. Der Erfolg der inklusiven Schule wird auch in den kommenden Monaten und Jahren davon abhängen, die vorhandenen Strukturen zu evaluieren und ständigen Verbesserungen zu unterziehen. Uns muss klar sein, dass wir das Rad nicht zurückdrehen können – auch wenn die Vertreter der Opposition nicht müde werden, gegen besseres Wissen das Gegenteil zu behaupten.“